Ich habe dieses Jahr mit GLS eine 3-wöchige Sprachreise nach Antibes gemacht. Ich war von Mitte Juni bis Anfang Juli dort und habe in der Residenz Castel Arabel gewohnt - anbei ein paar meiner Eindrücke. Im August/September war ich dann nochmal vier Wochen in Nizza, alle Infos dazu findet ihr im nächsten Blog.
Meine Motivation nach Antibes zu fahren war vermutlich ähnlich wie die der meisten Leute: Ich wollte mein Französisch auffrischen und gleichzeit auch Urlaub - sprich Strand - haben. Und dafür ist Antibes als Standort wirklich ideal.
Also, was erzähle ich zuerst? Ich fange mal mit der Sprachschule an.

Die Sprachschule ist wirklich hübsch, sie liegt etwas abseits vom Stadtzentrum auf einem Hügel. Das Stadtzentrum von Antibes erreicht man aber innerhalb von ca. 15 Gehminuten und die Residenz Castel Arabel ist ca. 20 Minuten zu Fuß entfernt.
In den Sommermonaten gibt es noch eine zweite Dependance in der Altstadt von Antibes, direkt am Hafen. Hier hatte ich in den ersten zwei Wochen Unterricht. Hierhin braucht man vom Castel Arabel zwar ca. 30 Minuten zu Fuß (es gibt allerdings zu beiden Schulgebäuden auch jeden Morgen einen Shuttlebus für 1 Euro, wenn man nicht laufen mag), aber dafür ist man super zentral:

Hinter dem Torbogen rechts befindet sich die Schule in der Altstadt.

"Mein" Tabac. Anders als in Deutschland kann man Zigaretten in Frankreich nur in speziell lizensierten Läden - einem ´Tabac´ - kaufen. Vorteil: Man kann sich gleich mit französischen Zeitungen für den Strand eindecken. Hilft beim Französisch lernen.

Der Markt in der Altstadt von Antibes. Wenn nicht gerade Marktzeit ist, sind in der Mitte die Tische der ganzen umgebenden Restaurants aufgebaut (s. Bild).

Der Hafen von Antibes. Hier kann man auch Boote mieten (lag aber außerhalb meines Budgets).
Direkt am Hafen (also 2 Min. zu Fuß von der 2. Schule) ist auch mein Lieblingsstrand. Durch die Steinmauer ist es ein bißchen wie ein Schwimmbecken und man hat beim Schwimmen einen tollen Blick auf die Altstadt:


Einziger Nachteil: Kein Sandstrand. In Antibes gibt es aber andere Sandstrände (z.B. in Juan les Pins), das ist ein großer Vorteil, da es in vielen Orten an der Cote d´Azur (z.B. Nizza) nur Kieselstrände gibt.
Die Altstadt von Antibes ist wirklich hübsch, man kann gut bummeln und es gibt das Picasso-Museum:

Mit dem Studentenausweis von der Sprachschule kostet der Eintritt nur 3 Euro. Das Museum ist nett, aber klein.
Allgemein sollte man sich im Klaren darüber sein, das Antibes zwar sehr schön, aber keine Kulturmetropole ist. Macht aber nichts. Bei dem schönen Wetter hält man es eh nicht lang fern vom Wasser aus und außerdem gibt es zig Ausflugsziele an der Cote d´Azur, die alle schnell und relativ günstig zu erreichen sind. Der Bus kostet nur 1 Euro (auch zwischen Städten, z.B. nach Cannes), die Bahn ist ein paar Euro teurer, dafür etwas schneller.
Ich bin in den 3 Wochen u.a. nach Monaco, Cannes und St. Tropez gefahren. Cannes ist leider gar nicht so aufregend, wie man es sich vorstellt. Wenn das Filmfestival nicht gerade da ist, scheint die Stadt eher unspektakulär, dafür aber sehr teuer zu sein. Verhältnismäßig teuer sind auch Monaco und St. Tropez. Es ist aber spannend, es mal gesehen zu haben und besonders St. Tropez hat es mir angetan, obwohl es ohne Zweifel super touristisch ist.

Der bisher teuerste Cocktail meines Lebens (19 Euro) in Monaco. Dafür mit fluoreszierendem Lichtstab - meinereins war versöhnt.
Nach St. Tropez haben wir uns ein Auto gemietet, damit ist man flexibler. Dorthin kommt man nämlich nicht mit dem Zug, sondern nur per Bus (dauert ewig) oder per Boot (fährt nicht immer).

Die Autofahrt dauert ca. 1,5 Stunden, einen Mietwagen kriegt man ab 35 Euro pro Tag (einfach in der Schule fragen).

Der berühmte Hafen von St. Tropez. Hier sieht man die richtig großen Yachten, allerdings erst ab ca. 19 Uhr, wenn alle wieder in den Hafen kommen.

An Brigitte Bardot führt in St. Tropez kein Weg vorbei.

Per Zufall haben wir einen echt schönen Strand hinter dem Hafen gefunden, ganz klein. Mich erinnerts an 50er Jahre Bilder aus Italien, besonders so:

So, last but not least noch die Unterkunft.
Ich habe mich für die Residenz Castel Arabel entschieden und es keine Sekunde bereut. Dort wohnen die meisten Leute von der Schule, abends trifft man sich an der Bar und die Atmosphäre ist echt nett.

Ich hatte vorher befürchtet, dass ich mit meinen gestandenen 27 Jahren ausschließlich von 18-20 Jährigen umgeben sein würde, dem war aber überhaupt nicht so. Zwar ist die Mehrzahl der Teilnehmer dort zwischen 18 und ca. 24 Jahren, aber es waren aus jeder Altersgruppe Leute da und man hat wirklich schnell Anschluss gefunden. Ich würde nur raten, das Einzelzimmer mit gehobenem Standard zu buchen. Das ist zwar etwas teurer, aber man hat seine eigene Küchenzeile und die Zimmer liegen in einem Gebäudetrakt etwas ferner von der Bar, es ist also ruhig. Die Residenz liegt in Juan les Pins, ein Teil von Antibes.
Zum Zentrum und zum Sandstrand von Juan les Pins sind es nur 10 Minuten zu Fuß.

Abends kann man in einem der vielen Restaurants am Strand essen gehen, mit Sand zwischen den Füßen. Etwas weiter findet man dann außerdem viele Bars und auch Clubs.

So, soviel von mir zu Antibes. Da mich während dieser 3 Wochen französischtechnisch der Ehrgeiz gepackt hat, habe ich im August/September noch einen 4-wöchigen DELF-Kurs in Nizza, auch via GLS Sprachreisen, gemacht. Den Blog findet ihr hier.
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